Sachsen impfung

Das deutsche Bundesland Sachsen, in dem sich das wiederauflebende Coronavirus ausbreitet, hat im Vergleich zum Bundesdurchschnitt eine niedrige Impfquote. Daraufhin versammelten sich Anfang Dezember Demonstranten vor dem Büro des Landesgesundheitsministers und wurden von der Politik verurteilt. Als Reaktion darauf verschärfte die nationale Regierung die Beschränkungen für ungeimpfte Personen. Sie wurden von öffentlichen Plätzen, Restaurants und nicht wesentlichen Geschäften verbannt. Ende Februar würde die Impfpflicht für Kinder und Erwachsene verpflichtend.

Die Situation hat zu einem Anstieg der gemeldeten pandemischen Erkrankungen in Sachsen geführt. Das Bundesland hat die höchste COVID-19-Infektionsrate und die niedrigste Impfrate in ganz Deutschland. Trotz der hohen Zahl an Impfgegnern sind in Sachsen auch viele Impfskeptiker und Anti-Lockdown-Demonstranten zu Hause. Eine Dresdner Offline-Netzwerkgruppe schlug vor, dass Anwohner Armbrüste oder Schusswaffen tragen sollten.

Die Zahl der Pertussis-Fälle in Sachsen stieg innerhalb einer Woche auf 7.170. Damit liegt die Impfquote des Landes um mehr als fünf Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Dennoch hat der Impfstoff viele Vorteile: Er schützt vor Krankheiten wie Lungenentzündung, Grippe und Hepatitis. Darüber hinaus hilft es, anderen gesundheitlichen Problemen vorzubeugen. Es schützt auch vor der Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Influenza.

Damit hat Sachsen eine der niedrigsten Impfquoten in Deutschland und die meisten Mumps-Fallzahlen. Auch die Impfquoten sind die niedrigsten in ganz Deutschland. Neben Fehlinformationen haben auch Misstrauen und uninformierte Einstellungen zu niedrigen Impfquoten in Sachsen beigetragen. Folglich ist die Bevölkerung des Landes einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt als der Rest Deutschlands. Diese Situation wird durch die populistische Alternative für Deutschland (AfD) und politische Desinformation verschärft.