Saská karanténa

Früher mussten die Menschen in Sachsen mindestens zwei Wochen in Quarantäne. Die Quarantäne war eine gesetzliche Verpflichtung, die der Staat Personen auferlegte, die aus dem Ausland einreisten. In Niedersachsen wurde die Quarantänepflicht ausgesetzt. Da Masern- und Tollwutausbrüche jedoch sporadisch sind und ohne Vorwarnung auftreten können, wurde die Quarantänepflicht in Niedersachsen am 5. Mai aufgehoben. Personen, die ungeimpft sind oder im gleichen Haushalt wie die infizierte Person leben, wurden von der Quarantäne ausgenommen.

Während der Quarantäne sind viele Betriebe in Sachsen wegen Ansteckungsgefahr mit einem Virus geschlossen. Die Landesregierung hat jedoch einige Beschränkungen in dem Bereich aufgehoben. So dürfen Apotheken und Sanitätshäuser sowie Tankstellen und Hotels wieder öffnen. Auch Krankenhäuser und Pflegeheime können Besucher empfangen, sofern sie über ein gutes Hygienekonzept verfügen. Die Schulen bleiben während der Quarantäne weiterhin geschlossen, öffnen aber am Montag wieder.

Das tschechische Konsulat in Dresden rät davon ab, durch Sachsen zu fahren, um an ihr Ziel zu gelangen. Stattdessen schlagen sie den Leuten vor, durch das Land zu fahren, um Zeit zu sparen und die langen Schlangen zu vermeiden. Einige Tschechen haben jedoch berichtet, dass sie dafür eine Geldstrafe erhalten haben. Trotz der Einschränkungen ist das Reisefreiheitsgesetz nun die offizielle Richtlinie des Staates. Auch für die Umsetzung der neuen Quarantäneverordnungen ist die sächsische Landesregierung zuständig.